Funktion der Laktobazillen in der Scheide

Milchsäurebakterien: Das gesunde Scheidenmilieu

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Das gesunde Scheidenmilieu: ein Zusammenspiel aus vielen unterschiedlichen Faktoren.
(C) 2006 Thinkstock

Die Scheidenschleimhaut ist bei weitem keine "sterile" Angelegenheit. Vielmehr ist hier eine große Menge verschiedener Bakterien und Pilze angesiedelt, die in der Regel friedlich miteinander auskommen und ein besonderes "Milieu" bilden. Mädchen vor der Pubertät, erwachsene Frauen, Schwangere und Frauen nach den Wechseljahren unterscheiden sich in ihrer Scheidenbesiedlung.

Die Zusammensetzung der Mikroorganismen in der Scheide unterliegt dabei vielen Einflüssen, wobei die eine besonders große Rolle spielt. Mädchen vor der Pubertät, erwachsene Frauen, Schwangere und Frauen nach den Wechseljahren unterscheiden sich in ihrer Scheidenbesiedlung und selbst bei ein und derselben Frau kann man innerhalb eines Zyklus Unterschiede nachweisen.

Physiologisches Scheidenmilieu

Bei der gesunden, geschlechtsreifen Frau überwiegen im Scheidenmilieu die so genannten Laktobazillen oder Milchsäurebakterien. Diese haben eine wichtige Aufgabe: Aus Glycogen (Stärke), das in den Zellen der Scheidenschleimhaut vorhanden ist, bilden sie Milchsäure. Das dadurch entstehende saure Milieu behagt krankmachenden Bakterien und Pilzen in der Regel wenig und sie werden in ihrem Wachstum gehemmt.

Wie gelangt der Pilz in die Scheide?

Wie gelangt aber nun der Hefepilz, der die lästigen Pilzinfektionen auslöst, in die Scheide? Bei vielen Frauen kommt der Pilz gar nicht von außen, sondern gehört als harmloser Schmarotzer in geringer Zahl zur normalen Scheidenbesiedlung. Hier wird er durch die "guten" Bakterien in Schach gehalten, so dass er nicht überhand nehmen kann. Erst wenn dieses empfindliche Gleichgewicht gestört ist, breitet der Pilz sich aus und führt zu der vielen Frauen bekannten lästigen Scheidenpilzinfektion oder Vaginalmykose.

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Die Scheide gesund erhalten
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  • Scheidenpilz_Scheidenmilieu.JPG
    Gesundes Scheidenmilieu

    Die gesunde Scheidenflora sorgt für eine saure Umgebung, das Pilze und andere Keime abwehrt. Eine wichtige Rolle bei der Selbstreinigung spielt auch der Scheidenausfluss.

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    Hygiene ist wichtig

    Die Scheide zusätzlich zu reinigen, ist vielen Frauen wichtig. Das muss aber höchstens ein Mal täglich sein, mit Wasser oder einer milden, pH-neutralen Waschlotion für den Intimbereich.

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    Übertriebene Hygiene ist falsch

    Allerdings: Wer sich im Intimbereich zu eifrig reinigt und pflegt, erreicht das Gegenteil vom Gewünschten und macht die Scheide anfälliger für Infektionen.

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    Kein Intimdeo

    Absolut tabu sind aggressive Seifen und Duschgele sowie Intimdeos, die die empfindliche Schleimhaut reizen können.

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    Riskante Piercings

    Intimschmuck kann Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen. Und selbst ohne Nickel oder Kobalt darin reiben Piercings untenherum und können so die Barriere gegen Bakterien und Pilze verletzen.

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    Tangas aus Synthetik

    Wenn die Haut durch Plastik nicht atmen kann, haben Pilze und Bakterien leichtes Spiel. Ein Stringtanga reibt zudem in der Poritze, was Entzündungen zusätzlich begünstigt.

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    Enge Jeans schaden

    Ähnlich steht es mit engen Jeans. Auch sie fördern ein heißes, ungesundes Scheidenklima.

  • Scheidenpilz_Binde_luftdurchlässig.JPG
    Richtige Monatshygiene

    Deshalb sollten Frauen und Mädchen auch bei der Monatshygiene darauf achten, kein Plastik im Intimbereich zu tragen …

  • tampon.png
    Tampon austauschen

    … und den Tampon, falls sie einen tragen, regelmäßig alle drei bis vier Stunden zu wechseln.

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    Richtig rasieren

    Frauen, die sich im Intimbereich die Haare wegrasieren, neigen oft zu Rasierpickelchen. Vorbeugend eine frische Klinge nehmen und nass rasieren, wenn möglich in Wuchsrichtung der Schamhaare.

  • Kleine Klopapierkunde-Bei Hämorrhoiden lieber weich, reißfest und ohne Zusatz_96922721.jpg
    Richtiges Abwischen

    Nach dem Toilettengang immer von vorne nach hinten abwischen, um keine Keime vom After an die Scheide zu transportieren.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 09. Dezember 2013

Fragen zum Thema
  • Expertenrat Scheidenpilz
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  • Expertenrat Scheidenpilz
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