Fit und aktiv trotz Scheidenpilzinfektion

Sport macht den Kopf frei, lässt die Pfunde purzeln und stärkt das Immunsystem. Bei einer Scheidenpilzinfektion geht der Spaß an der Bewegung schnell verloren. Umso wichtiger, den Scheidenpilz gezielt und frühzeitig zu behandeln.

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Sport ist gesund - und muss auch bei einer Scheidenpilzinfektion nicht eingestellt werden
(c) Siri Stafford

Die Tage werden wieder kürzer. Regen, Wind und sinkende Temperaturen bestimmen unser Wetter – und nicht zuletzt unsere Laune. Das triste Grau des Herbstes schlägt bei vielen aufs Gemüt. Sport ist jetzt das Richtige. Bewegung hebt die Stimmung. Durch Sport fallen Stress und Anspannung von einem ab. Nicht zuletzt stärken wir durch Sport unser Immunsystem und schützen uns zum Beispiel besser vor einem Angriff durch Erkältungsviren.

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Ob Sie sich lieber auf dem Laufband im Fitness-Studio, beim Bahnen-Schwimmen in der Schwimmhalle oder beim Joggen in der freien Natur so richtig verausgaben – mit Sport sind Sie auf der richtigen Seite.

Was tun, wenn sich eine Scheidenpilzinfektion ihren Weg gebahnt hat? Juckreiz, Brennen, Rötung, Ausfluss – bei diesen Symptomen ist an Sport kaum zu denken. Vor allem, weil die zusätzliche Reibung die Beschwerden verschlimmert.

Gezielte Behandlung von Scheidenpilzinfektionen

Viele Frauen kennen die typischen Symptome einer Scheidenpilzinfektion nur allzu gut. Und das kann von Vorteil sein. So reagieren Sie bei den ersten typischen Anzeichen der meist durch Candida albicans-Hefen ausgelösten Infektion (Juckreiz, Rötung, Brennen, Ausfluss) frühzeitig und leiten gezielt eine entsprechende Behandlung ein.

Wer schnell wieder fit sein und auf Sport nicht verzichten will, greift beispielsweise auf lokal anzuwendende Antipilzmittel mit dem Wirkstoff Clotrimazol zurück (z.B. als Vaginalcreme, Vaginaltabletten oder in der bewährten Kombi-Packung rezeptfrei in der Apotheke erhältlich).

Derartige Antipilzmittel lindern die Beschwerden in der Regel nach kurzer Zeit. Experten empfehlen: Wenden Sie derartige Antipilzmittel auch bei einer schnell spürbaren Linderung der Beschwerden über einen Zeitraum von drei Tagen an, um einen nachhaltigen Therapieerfolg zu erzielen.

Wer erneuten Infektionen vorbeugen möchte, kann zusätzlich nach erfolgreich behandeltem Scheidenpilz die Regeneration der Vaginalflora mit einer Milchsäurekur (ebenfalls rezeptfrei in der Apotheke) unterstützen.

Vorbeugung von Scheidenpilzinfektionen beim Sport

Neigen Sie zu Scheidenpilzinfektionen? Durch Schwitzen entsteht ein feuchtwarmes Scheidenmilieu. Dies sorgt für ein erhöhtes Infektionsrisiko. Vorsicht beim Duschen und in der Sauna.

Tipps gegen Scheidenpilz - darauf sollten Sie beim Sport achten:

  • Funktionsunterwäsche tragen: Diese trocknet schnell und sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit nach außen geleitet wird.
  • Slipeinlagen meiden: Slipeinlagen verstärken das feuchtwarme Milieu im Scheidenbereich und verhindern so die positiven Effekte von Funktionsunterwäsche. Verzichten Sie auf Slipeinlagen beim Sport.
    Die körpereigene Abwehr stärken

Und nach dem Sport?

  • Duschen & Intimpflege: Vermeiden Sie Intimsprays oder Seifen für den Intimbereich, um das saure Milieu der Vaginalflora nicht negativ zu beeinflussen. Besser sind klares Wasser oder spezielle Waschlotionen, die den natürlichen sauren pH-Wert der Scheide nicht angreifen.
  • Saunagang: Sollte Ihr Fitness-Studio über eine Sauna verfügen, achten Sie darauf, sich immer auf ein mitgebrachtes Handtuch zu setzen. Nehmen Sie ein Reservehandtuch mit, das Sie zum Abtrocknen nutzen.
  • Solarium: Tanken Sie nach dem Sport noch Sonne, bitte nicht ohne vorherige Desinfektion der Liegefläche.

Tipp: Mit Sport Stress abbauen und Scheidenpilzinfektionen vermeiden

Stress gilt als einer der zentralen Risikofaktoren für Scheidenpilzinfektionen. Nutzen Sie Sport gezielt zum Stressabbau und gehen Sie es ruhiger an. Grundsätzlich reduzieren Ausdauersportarten wie Dauerlauf oder Tanzen den Stress. Wählen Sie bewusst immer wieder entspannende Sportarten, damit Körper und Geist gleichermaßen zur Ruhe kommen. Sport und Bewegung mit Relax-Faktor bieten viele fernöstliche Sportarten wie Yoga, Pilates, Tai Chi und Qi Gong.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 24. Juni 2015
Quellen: Quelle: Mendling, W.: Vaginalkandidose. In: Vaginose, Vaginitis, Zervizitis und Salpingitis, 2. Aufl., Heidelberg, Springer 2006, S. 131-132; Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Arbeitsgemeinschaft für Infektionen und Infektionsimmunologie in der Gynäkologie und Geburtshilfe (AGII), Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft (DMyKG): Die Vulvovaginalkandidose. Stand August 2010. URL: http://www.dggg.de/fileadmin/public_docs/Leitlinien/1-4-1-vulvovaginalkandidose-2010.pdf (25.05.2011) Gießen, H.: Klassische Substanzen aus dem OTC-Bereich: Clotrimazol. In: DAS PTA MAGAZIN (02) 2008, S. 54 f.

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