Glossar Vaginalpilz

Das Mini-Lexikon zum Thema Scheidenpilz

Das Mini-Lexikon zum Thema Scheidenpilz
Kenne die wichtigsten Begriffe über Scheidenpilz und Dir macht niemand mehr etwas vor.
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Von Abstrich bis Vaginalmykose: Die wichtigsten Begriffe rund um Scheidenpilz - verständlich erklärt. Extra für Mädchen!

Abstrich Mit einem Abstrich will ein Arzt Zellen von der Haut, Schleimhaut oder einer Wunde gewinnen, um sie untersuchen zu können. Er benutzt dazu einen sterilen Wattetupfer, kleine Bürsten oder Spatel. Durch einen Abstrich aus Deiner Scheide kann ein Frauenarzt z.B. klären, ob bei Dir eine Pilz- oder Bakterieninfektion vorliegt.

Applikator Das ist eine Einführhilfe. Sie liegt den Scheidenpilz-Tabletten bei und soll dafür benutzt werden, das Arzneimittel wirklich tief in die Scheide zu bringen. Wenn Du nur Deinen Finger benutzt, bleibt die Tablette häufig vorne liegen und kann nicht die gesamte vom Pilz befallene Schleimhaut erreichen. Für Schwangere sind Applikatoren aus Gründen der Sicherheit nicht zu empfehlen.

Scheidenpilz: Was Sie beachten sollten

Döderleinflora So werden die Milchsäurebakterien genannt, die sich in der Scheide jeder gesunden Frau im gebärfähigen Alter befinden. Sie sind nach dem deutschen Frauenarzt Albert Döderlein benannt. Diese Laktobazillen können Glykogen (Stärke) in Milchsäure umwandeln. So entsteht ein saurer pH-Wert in Deiner Vagina, der Dich vor unerwünschten Bakterien schützt.

Hefepilz Es gibt hunderte Arten von Hefepilzen. Einige, wie Backhefe oder Kefirhefe, kennst Du aus der Küche. Sie sind äußerst nützlich. Anders der Hefepilz "Candida albicans". Er ist zwar ein natürlicher Bewohner Deiner Haut und Schleimhäute, den Du normalerweise nicht bemerkst. Doch wenn Dein Körper aus dem Gleichgewicht gerät, kann dieser Hefepilz zu einer Infektion in Deiner Scheide führen.

Hormone Das sind chemische Substanzen, die Dein Körper bildet. Ohne sie läuft eigentlich nichts. Denn sie dienen als Botenstoffe und übermitteln Informationen. So steuern sie wichtige organische Funktionen wie das Wachstum, die Geschlechtsreife oder Deine Reaktion auf Stress. Hormone sorgen beispielsweise auch dafür, dass Du jeden Monat Deine Regel bekommst.

Immunsystem Oft wird es auch körpereigene Abwehr genannt. Das Immunsystem umfasst Gewebe, Zellen und Zellprodukte. Es schützt Dich vor Bakterien, Viren, Pilzen sowie anderen Krankheitserregern und schädlichen Fremdstoffen, die von außen in Deinem Körper eingedrungen sind. Außerdem kann es krankhaft veränderte Zellen des eigenen Körpers erkennen und töten.

Intimpflege Alles zum Thema Intimpflege findet ihr im Ressort Intimpflege.

Von Intimpiercing bis Weißfluss: nächste Seite

 

Intimpiercing / Intimschmuck Du kannst dir nicht nur einen Metallring durch den Bauchnabel oder die Nase stechen lassen, sondern auch durch die Genitalien, z.B. durch die Schamlippen oder beim Mann durch die Vorhaut. Ein Intimpiercing muss gut gepflegt werden, sonst entzündet es sich leicht. Ein seriöser Piercer akzeptiert nur Volljährige. Grundsätzlich ist von Piercings im Intimbereich abzuraten, da die Infektionsrate immer noch sehr hoch ist und es zu dauerhaften Problemen kommen kann.

KadeFungin Das ist der Name eines so genannten Antimykotikums, mit dem Du Scheidenpilz behandeln kannst. KadeFungin als 3-Tage-Therapie gibt es ohne Rezept in Apotheken zu kaufen. Du kannst zwischen Vaginaltabletten und einer Vaginalcreme wählen. In jedem Fall musst Du das Mittel in Deine Vagina einführen, damit das enthaltene Clotrimazol wirken kann. Eine Behandlung dauert normalerweise drei Tage.

Menstruation/Menses/Regelblutung Die monatliche Blutung tritt in der Regel alle 28 Tage auf - nämlich dann, wenn eine reife Eizelle nicht befruchtet worden ist. Die Gebärmutterschleimhaut, die sich zuvor aufgebaut hat, damit sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann, wird bei der Menstruation abgestoßen und ausgeschieden. Die erste Regelblutung, die Du erlebst, wird Menarche genannt.

Milchsäure Sie hält Deine Scheide gesund. Sie wird von Bakterien, so genannten Laktobazillen, gebildet, die das Glykogen (Stärke) aus den Schleimhautzellen Deiner Vagina umwandeln. So entsteht ein saures Milieu, das Bakterien abwehrt, indem es sie an der Vermehrung hindert. Andere Arten von Milchsäurebakterien werden auch zum Konservieren von Lebensmitteln benutzt.

pH-Wert Der pH-Wert ist ein chemisches Maß, für das es eine Skala von 0-14 gibt. Säuren haben einen pH-Wert, der kleiner als 7 ist und Basen einen größeren als 7. Der Wert von pH 7 wird als neutral bezeichnet. Wenn Du erwachsen wirst und Kinder bekommen kannst, sinkt der pH-Wert in Deiner Scheide auf 4-4,5. Dieses saure Milieu hilft, Bakterien abzuwehren.

Pilzerkrankung Pilze siedeln häufig in Deiner Scheide. Wenn aber Dein Immunsystem geschwächt ist oder sich Dein Hormonhaushalt umstellt, können sie sich vermehren und eine Infektion auslösen. Laut Statistik entwickeln drei von vier Frauen einmal im Leben eine Scheidenpilzinfektion. Typische Anzeichen sind Jucken, Brennen und weißer, bröckeliger Ausfluss aus der Scheide.

Pingpong-Effekt Damit meinen Mediziner eine Situation wie beim Tischtennis, in der sich die Partner den Ball hin und her spielen. Nur ist der Ball eine Geschlechtskrankheit oder eine Infektion mit Scheidenpilz. Wenn Du dich infiziert hast, sollte Dein Partner immer mitbehandelt werden - auch wenn er keine Symptome hat. Manchmal treten keine Anzeichen auf, aber Du kannst Dich trotzdem anstecken.

Sex und Scheidenpilz: Goldene Regeln

Scheidenflora Das Milieu in Deiner Scheide wird von Hormonen gesteuert. Wenn Du gesund und geschlechtsreif bist, überwiegen in Deiner Vagina so genannte Laktobazillen oder Milchsäurebakterien. Sie haben die wichtige Aufgabe, Milchsäure zu bilden. Diese macht Deine Scheidenflora sauer. So kann sie krankmachende Bakterien abwehren.

Vaginalpilz/Vaginalmykose So wird eine Pilzinfektion der Scheide genannt. Sie entsteht z.B., wenn Dein Immunsystem geschwächt ist oder sich Dein Hormonhaushalt umstellt. Dann können sich die Pilze, die sich natürlicherweise in Deiner Vagina befinden, stark vermehren und zu einer Entzündung führen. Du merkst das durch Jucken, Brennen und weißen, bröckeligen Ausfluss aus der Scheide.

Weißfluss/Ausfluss Diese weißliche Flüssigkeit tritt durch Deine Scheide aus, sobald Du erwachsen wirst. Jede Frau im gebärfähigen Alter hat täglich ein wenig Ausfluss, der sich während des Eisprungs oder vor der Menstruation verstärkt. Wenn Dein Ausfluss übel riecht, quarkig, gelb oder grünlich ist, solltest Du zu einem Arzt gehen. Das sind Zeichen für eine Scheideninfektion.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 17. September 2013

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