Kontra Scheidenpilz
Immunabwehr stärken – Infektionen vermeiden!
Winterzeit ist Erkältungszeit. Und dann können nicht nur Husten, Schnupfen & Co. die unangenehme Folge sein. Denn ist das Immunsystem erst einmal durch einen Infekt geschwächt, erhöht sich für Frauen auch das Risiko für eine Scheidenpilzinfektion. Umso wichtiger ist es daher, gezielt vorzubeugen und das Immunsystem effektiv zu stärken.
Zwei bis fünf Erkältungen pro Jahr sind bei Erwachsenen nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel. Besonders gehäuft tritt die Erkältung allerdings in der kalten Jahreszeit auf. Denn trockene Schleimhäute (aufgrund der Heizungsluft) sowie das häufige Zusammentreffen von vielen Menschen auf engstem, geschlossenem Raum wie z.B. in U-Bahn oder im Kaufhaus machen es Erkältungsviren besonders leicht. Das Problem: Nicht nur Husten, Schnupfen und Heiserkeit können uns dann außer Gefecht setzen, sondern auch das Immunsystem wird durch Infekte deutlich geschwächt. Entsprechend hoch ist für Frauen jetzt das Risiko für eine Scheidenpilzinfektion.
Schwaches Immunsystem – erhöhtes Scheidenpilzrisiko
Tatsächlich begünstigt eine geschwächte, körpereigene Abwehr eine Scheidenpilzinfektion mit den typischen Symptomen wie unangenehmem Juckreiz, Ausfluss und Rötung der Vagina. Denn Hefepilze (z.B. Candida albicans) können sich jetzt besonders leicht vermehren. Umso wichtiger ist es daher, vorzubeugen, und das Immunsystem frühzeitig zu stärken. So lässt sich das Risiko für grippale Infekte und letzten Endes auch für eine Scheidenpilzinfektion deutlich reduzieren.
Vorbeugung: Tipps zur Stärkung des Immunsystems
Wer seinem Immunsystem unter die Arme greifen möchte, der kann mit einigen einfachen Maßnahmen viel erreichen. Hier einige der besten Tipps für ein starkes Immunsystem auf einen Blick:
- Vitaminreiche ausgewogene Ernährung, achten Sie insbesondere auf die Zufuhr von Vitamin C (z.B. in Zitrusfrüchten) und Zink (z.B. in Austern, Sonnenblumenkernen oder Käsesorten wie Emmentaler)
- Regelmäßige Bewegung, am besten an der frischen Luft (z.B. Ausdauersportarten wie Jogging oder Nordic Walking); ca. 3-4 Mal pro Woche für mindestens 30 Minuten
- Ausreichend Flüssigkeitszufuhr (ca. 2-3 Liter am Tag, ideal sind Wasser, Kräutertee oder Saftschorlen)
- Gezielter Stressabbau (z.B. mit entspannenden Ritualen oder auch Yoga oder autogenem Training)
- Genügend Schlaf (ca. 6-8 Stunden pro Tag)
Achten Sie in der kalten Jahreszeit auch immer darauf, den Körper warm zu halten. Vor allem über den Kopf verlieren wir schnell an Körperwärme, Mütze und Schal sind jetzt also Pflicht! Und auch wenn es schnell gehen muss – mit nassen Haaren sollten Sie jetzt das Haus keinesfalls verlassen.
Einen Sonderfall bei den Tipps für ein starkes Immunsystem stellt der Saunagang dar. So gilt der regelmäßige Saunabesuch durchaus als hilfreich, um die Abwehr zu unterstützen. Doch Vorsicht: Denn in einem warmen, feuchten Milieu (also auch in Dampfbad, Whirlpool & Co.) fühlen sich Krankheitserreger besonders wohl. Wenn es also die Sauna sein muss, dann auf jeden Fall ein eigenes Handtuch unterlegen und danach duschen.
Im Fall der Fälle: Scheidenpilz effektiv behandeln
So gut man auch auf seine Abwehr achten mag, in manchen Fällen sind Krankheitserreger einfach stärker. Das gilt auch für Hefepilze wie Candida albicans, die typischen Auslöser einer Scheidenpilzinfektion. Wenn es Sie also doch einmal erwischt hat und sich charakteristische Symptome wie Juckreiz, Brennen, bröckeliger, weißer Ausfluss einstellen, ist schnelles Handeln das A & O. Für eine rasche und unkomplizierte Scheidenpilz Behandlung haben sich beispielsweise Antimykotika mit dem Wirkstoff Clotrimazol (z.B. in KadeFungin® 3, rezeptfrei in der Apotheke) bewährt. Die Anwendung erfolgt mittels einer Vaginalcreme, Vaginaltabletten oder in Kombination beider Darreichungsformen. Um die Infektion effektiv und nachhaltig zu behandeln, wird eine Therapie von drei Tagen empfohlen, auch wenn die Symptome in der Regel bereits frühzeitiger nachlassen. Im Anschluss an die Behandlung kann eine spezielle Milchsäurekur (Anwendung als Gel) helfen, die Balance des pH-Werts des Scheidenmilieus wieder herzustellen.
Tipp: Bei Antibiotikatherapie auch auf das Scheidenmilieu achten!
Egal ob Blasenentzündung, Bronchitis oder Sinusitis – in vielen Fällen ist gerade jetzt, bei Erkrankungen in der kalten Jahreszeit, eine Antibiotikatherapie unumgänglich. Das Problem: Nicht nur schädliche Krankheitserreger werden abgetötet, sondern auch Bakterien, die für eine gesunde Vaginalflora mitverantwortlich sind. Insofern kann auch die Gabe von Antibiotika das Risiko für Infektion der Scheide, vor allem für Scheidenpilz, erhöhen. Auch hier heißt es also vorbeugen und effektiv entgegensteuern. Eine Milchsäurekur (in Ihrer Apotheke) kann helfen, die Scheidenflora zu unterstützen. Die Kur kann sowohl während als auch im Anschluss an eine Antibiotikabehandlung angewendet werden, um den natürlichen, sauren pH-Wert zwischen 4 und 5 wieder herzustellen.












