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Risikofaktor Stress

Mit Stressmanagement gegen Scheidenpilz

Stress schwächt die Abwehrkräfte des Körpers. Daher sind beruflich stark eingespannte Frauen anfälliger für Infektionen. Dies kann auch Infektionen mit Scheidenpilz begünstigen.

Besonders ausgeprägt: Stress im Job

Die Belastungen im Beruf nehmen zu. Das zeigt z. B. eine Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2009. Demnach empfinden acht von zehn Deutschen ihr Leben als stressig und jeder Dritte steht dauerhaft unter Druck. An erster Stelle der Ursachen nannten die Befragten Stress im Job. Und dies hat Auswirkungen auf die Gesundheit und die Infektanfälligkeit.

Sowohl temporäre als auch andauernde Belastungen stören die Immunabwehr des Körpers. Am stärksten wirkt sich Dauerstress auf das körperliche Abwehrvermögen aus. Denn Dauerstress beeinflusst nachweislich sowohl die allgemeine als auch die spezifische Immunabwehr und führt unter anderem dazu, dass die Zahl der Immunzellen im Blut sinkt und die natürlichen Killerzellen und die sogenannten Fresszellen, die normalerweise Bakterien, Viren und Pilze unschädlich machen, weniger aktiv sind. Entsprechend größer ist das Risiko, dass Infektionen - wie etwa eine Scheidenpilzinfektion – auftreten können, hartnäckig verlaufen oder immer wiederkehren.

Stressbewältigung ist eine gute Prophylaxe zur Stabilisierung des Immunsystems.Tritt doch eine Infektion mit Scheidenpilz auf, werden Anti-Pilz-Mittel zur Behandlung der Erkrankung eingesetzt.

Mit Cremes und Vaginaltabletten gegen Scheidenpilz

Einen Scheidenpilz zu behandeln, ist zum Glück meist keine schwierige Sache. In Apotheken sind Anti-Pilz-Mittel in Form von Vaginalcremes und Vaginaltabletten erhältlich (z. B. KadeFungin® 3). Sie sind einfach in der Handhabung: Die Creme wird mit einem Applikator in die Scheide eingebracht und zusätzlich dünn auf die Schamlippen aufgetragen. Es ist ratsam, auch den After mitzubehandeln, da sich auch dort Pilzsporen befinden können. Vaginaltabletten werden mit Hilfe eines Applikators oder mit einem Finger in der Scheide platziert. Idealerweise wird die kombinierte Anwendung der Vaginalcreme für den äußeren Bereich und der Vaginaltabletten für die innere Anwendung über 3 Tage durchgeführt.

Normalerweise ist eine Scheidenpilzinfektion nach drei Tagen Anti-Pilz-Therapie überstanden. Bessern sich die typischen Symptome - Jucken, Brennen und krümeliger weißer Ausfluss - nach der Therapie jedoch nicht, sollte die Frau zu einem Gynäkologen gehen. Er kann überprüfen, ob es sich tatsächlich um eine Infektion durch Pilze handelt. Eine genaue Untersuchung beim Gynäkologen empfiehlt sich auch, wenn eine Frau wiederholt unter einem Scheidenpilz leidet.

Milchsäure-Präparate – Reha für die Scheide

Um die Vaginalflora nach einer überstandenen Infektion oder z. B. auch nach Antibiotika-Einnahme wegen eines anderen Infektes zu stabilisieren und zu regenerieren, empfiehlt LIFELINE-Expertin Dr. Anja Oppelt, Milchsäure-Präparate zu benutzen. Diese gibt es z. B. als Vaginalzäpfchen oder Gel. Bei Milchsäure-Zäpfchen kann es zu Brennen im Scheideneingang und zu Ausfluss von Zäpfchenresten kommen, bei einem Milchsäure-Gel treten diese Erscheinungen nicht auf. Dr. Andreas Clad, Oberarzt der Uni-Klinik Freiburg: „Ausfluss scheint unter Milchsäure-Gel kein Thema zu sein. Die Frauen haben das Gefühl, sie applizieren das Gel in die Scheide und es wird aufgesogen wie ein Schwamm.“

Bewegung und Lieblingstätigkeiten entspannen

Wer den Teufelskreis von Arbeitsbelastungen und erhöhter Infektanfälligkeit durchbrechen will, kommt nicht daran vorbei, Stress bewusst zu bekämpfen. Bewegung eignet sich dazu besonders gut. Regelmäßiges Laufen, Schwimmen oder zügiges Spazierengehen hilft, gelassener zu werden. Auch Entspannungstechniken wie Yoga, Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder Meditation lassen bei vielen Menschen innere Ruhe einkehren.Professor Dr. Christoph M. Bamberger von der Uniklinik Hamburg-Eppendorf empfiehlt, sich mindestens 30 Minuten am Tag zu bewegen und fünf Minuten täglich Entspannungsübungen zu machen. Sich seine Lieblingstätigkeiten bewusst zu machen und ihnen jeden Tag 30 Minuten nachzugehen, hilft ebenfalls dabei, Stress besser zu bewältigen, sagt er.


Quelle: Nach Informationen zum Thema Arbeitsstress und Stressbewältigung der Techniker Krankenkasse (TK): „Wie Stress unsere Abwehr beeinflusst“, www.tk-online.de/tk/stress/010-phaenomen-stress/stress-und-immunsystem/36388, Stand 26. Juli 2010, und „Deutschland auf Standby: Jeder Dritte steht unter Dauerdruck“, www.presseportal.de/pm/6910/1405094/tk_techniker_krankenkasse, Stand 26. Juli 2010, sowie von Prof. Dr. Christoph M. Bamberger: „Stress-Intelligenz“, Knaur Verlag, München 2009, und nach Informationen zum Thema Milchsäure von Dr. Anja Oppelt, Gynäkologin und LIFELINE-Expertin im Special Scheidenpilz sowie von Dr. Andreas Clad, Oberarzt von der Uniklinikum Freiburg: Gespräch mit Ute Bertelsmann, Oktober 2009
Autor: Martina Janning
Stand: Aug 25, 2010


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