Erstmals Frauenarzt
Mit Pilz sofort zum Frauenarzt?
Mit einem Scheidenpilz musst Du nicht unbedingt zum Doc, sagen Gynäkologen. Einer Pilzinfektion kannst Du gut selbst zu Leibe rücken. Helfen Cremes, Zäpfchen oder Tabletten aber nicht, ist Schluss mit der Selbstbehandlung. Dann heißt es wirklich: zum Arzt gehen. Es können nämlich auch Bakterien im Spiel sein, die für Deine Gesundheit gefährlich sind.
Gibt es einen richtigen Zeitpunkt für den ersten Besuch beim Frauenarzt? Diese Frage lässt sich nicht allgemein gültig beantworten. Die meisten Mädchen gehen das erste Mal zum Gynäkologen, wenn sie die Pille oder ein anderes Verhütungsmittel verordnet haben möchten. Einige Mütter drängen ihre Töchter zu einem Routinecheck, nachdem die Menstruation einsetzt hat. Doch solange Du keine Beschwerden hast, gibt es eigentlich keinen Grund dafür. Es sei denn, Du möchtest schon mal wissen, wie es beim Frauenarzt ist, und wie die Untersuchung abläuft. Vielleicht hast Du auch Fragen, die Du Deinen Eltern nicht stellen willst oder sie nicht beantworten können. Manche Frauenärzte bieten sogar eine spezielle Mädchen-Sprechstunde an. Sie halten sich dann andere Termine vom Hals und kalkulieren mehr Zeit für das Gespräch mit Dir ein.
Apotheken verkaufen rezeptfreie Mittel gegen Scheidenpilz
Wenn Du Symptome für eine Pilzinfektion bemerkst, also Deine Scheide juckt und brennt und Du weißen, krümeligen Ausfluss hast, kannst Du darüber nachdenken, zum Frauenarzt zu gehen. Das solltest Du auch tun, falls Du Dir nicht sicher bist, ob es wirklich ein Scheidenpilz ist. Ansonsten aber musst Du damit nicht unbedingt zum Arzt. Eine Pilzinfektion lässt sich in der Regel gut selbst behandeln. In der Apotheke gibt es Cremes, Zäpfchen und Tabletten, die Du ohne Rezept kaufen kannst. Alle sind einfach zu handhaben. Anti-Pilz-Cremes brauchst nur etwa 1-2 Mal am Tag dünn in die Scheide und auf die Schamlippen auftragen. Sicherheitshalber solltest Du Deinen After mitbehandeln, da sich auch dort Pilzsporen befinden können. Zäpfchen und Tabletten gegen Scheidenpilz musst Du tief in Deine Vagina einführen. Falls Du Deine Menstruation hast, sind sie nicht sinnvoll, da das Blut die Wirkstoffe nach draußen spült. Wichtig ist in jeden Fall, dass Du Dich an die Hinweise auf der Packung hältst und die Behandlung nicht vorzeitig aufgibst, weil Du keine Beschwerden mehr spürst. Um wirklich sämtliche Pilze abzutöten, ist die vollständige Dosis der Wirkstoffe nötig. In dieser Zeit solltest Du besonders genau darauf achten, täglich Unterwäsche, Handtuch und Waschlappen zu wechseln.
Nach drei Tagen keinen Erfolg? Auf zum Arzt!
Tritt nach drei Tagen Deiner Anti-Pilz-Therapie keine Besserung ein, sind die Grenzen der Selbstbehandlung erreicht. Dann musst Du zum Arzt gehen, damit er sich die Sache mal genauer ansieht. Möglicherweise steckt gar kein Scheidenpilz hinter Deinen Beschwerden, sondern eine Infektion, die durch Bakterien ausgelöst wird. Solche Infektionen können aufsteigen, sodass auch andere Organe erkranken. Schlimmstenfalls führen Bakterien dazu, dass sich die Eileiter entzünden und verkleben. Die Folge kann Unfruchtbarkeit sein. Auch immer wiederkehrende Pilzinfektionen gehören in die Hände einer Frauenärztin oder eines Frauenarztes. Sie können ebenfalls anderen Keimen den Weg bereiten. Typisch ist z.B., dass bei einer Blasenentzündung die Erreger wandern und auch die Nieren befallen. Scheidenpilz selbst hat aber keine langfristigen Folgen für Deine Gesundheit. Er ist eben nur - extrem lästig. (mj)










