Salben und Vaginaltabletten
Lokale Therapie bei Scheidenpilz sehr effektiv
Gegen Scheidenpilz gibt es Vaginaltabletten, Salben und Tabletten zum Einnehmen. Doch sind diese Formen der Darreichung wirklich alle wirksam oder gibt es Unterschiede? Dieser Frage ging Prof. Jeanne Marrazo vom Haborview Medical Center in Seattle, USA, nach. Sie analysierte diverse Studienergebnisse und prüfte die Situation bei der Behandlung von Scheidenpilz.
Die örtliche Anwendung von Präparaten aus Gruppe der Imidazole (z.B. Clotrimazol) hat sich in mehreren Untersuchungen bewährt, berichtet die Wissenschaftlerin im British Medical Journal (September 2002): Die Salben und Vaginaltabletten beseitigten bei nicht schwangeren Frauen die Pilze und somit auch lästige Symptome wie Jucken und Ausfluss.
Auch die Behandlung mit Tabletten zum Einnehmen ist offenbar wirksam, belegt eine Studie zum Wirkstoff Itraconazol. Allerdings gibt es der Untersuchung zufolge keine Vorteile gegenüber der Behandlung mit Vaginaltabletten und Salben.
Tabletten zum Einnehmen mit dem Wirkstoff Fluconazol scheinen Präparaten zur örtlichen Anwendung ebenfalls nicht überlegen, geht aus einer weiteren Studie hervor. Ganz im Gegenteil: In manchen Fällen können Fluconazol-Präparate Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, leichte Übelkeit und Bauchschmerzen hervorrufen.
Auch Ketokonazol-Tabletten sind ebenso wirksam wie Vaginaltabletten und Salben. Doch haben auch sie deutlich mehr Nebenwirkungen: Zu diesen zählen Übelkeit und Herzrhythmusstörungen. Die meisten Ärzte verschreiben das Medikament aus diesem Grunde nicht mehr.










