Pilznachweis
Dem Pilz auf die Spur kommen
Wer einmal die Symptome einer Scheidenpilzinfektion am eigenen Leibe verspürt hat, erkennt sie beim nächsten Mal in der Regel sofort wieder. Jucken, Brennen und der weißliche Ausfluss sind so typisch, dass viele Frauen keine Probleme haben, ihre eigene Diagnose zu stellen, und sich gegebenenfalls auch mit den heute zum Teil rezeptfrei in Apotheken erhältlichen Medikamenten behandeln.
Trotzdem ist ein Besuch beim Gynäkologen nicht verkehrt. Dies gilt insbesondere bei der ersten Pilzinfektion. Auch wenn die Pilze mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder auftreten, wenn Antipilzmittel aus der Apotheke die Symptome nicht zum Verschwinden bringen, in der Schwangerschaft sowie bei Fieber und Unterleibsschmerzen muss der Arzt aufgesucht werden.
Was macht der Arzt?
Um die Pilze nachzuweisen, wird der Frauenarzt oder die Frauenärztin mit einer Art Wattestäbchen einen Abstrich aus dem hinteren Scheidengewölbe entnehmen. Bei direkter Betrachtung unter dem Mikroskop kann man dann in der Regel schon die Pilze erkennen.
Findet der Arzt auf den ersten Blick keine Pilze oder gehören Sie zu den Patientinnen, bei denen der Pilz immer wieder auftritt, wird der Arzt den Abstrich vielleicht auch zur Diagnostik einschicken, damit eine Kultur angelegt wird. Hier wird "Ihr" Pilz in verschiedene Nährlösungen eingebracht, damit man ihn beim Wachsen und Gedeihen beobachten kann. Nur so kann zum Beispiel zwischen verschiedenen Candida-Arten unterschieden und eine Scheidenentzündung durch Bakterien abgegrenzt werden.
Wenn Sie immer wieder von den Pilzen geplagt werden, sollte auch nach möglichen Ursachen gefahndet werden, die Sie womöglich besonders anfällig machen. Dies kann zum Beispiel die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sein, die der Arzt durch Blutuntersuchungen ausschließen kann.










