Mukoviszidose
Scheidenpilz häufig
Einmalige oder regelmäßige Gaben von Antibiotika können Scheidenpilz begünstigen, bestätigt eine Untersuchung der Harvard School of Medicine. Die Wissenschaftler untersuchten 55 junge Patientinnen mit Mukoviszidose. Frauen mit dieser Erbkrankheit, die durch zähflüssigen Schleim in Atemwegen und Verdauungstrakt gekennzeichnet ist, müssen sehr häufig Antibiotika gegen Atemwegsinfektionen einnehmen und leiden oft zusätzlich an Diabetes. Außerdem haben sie häufig mit Pilzinfektionen zu kämpfen, da Antibiotika - aber auch Diabetes - das Scheidenmilieu stören können.
Zehn der Mukoviszidose-Patientinnen hatten einen Diabetes mellitus und 39 mussten täglich Antibiotika einnehmen. Die Wissenschaftler befragten sie zu ihren Erfahrungen mit Scheidenpilz und verglichen ihre Antworten mit denen gesunder Kontrollpersonen.
13 Frauen mit Mukoviszidose gaben an, mindestens einmal im Monat oder sogar ständig an Scheidenpilzinfektionen zu leiden. Dermaßen pilzgeplagt waren nur vier der 55 Kontrollpersonen. Über die Hälfte der 43 Patientinnen mit Scheidenpilz-Erfahrung sah einen deutlichen Zusammenhang mit der Antibiotika-Therapie und 35% berichteten, dass die Pilzinfektion schwer zu behandeln sei. Einen Zusammenhang mit dem Diabetes sahen sie dagegen nicht.










