
Zucker, Milch & Co.
Unverträglichkeiten können Pilz fördern
Chronischer Scheidenpilz ist keine ernsthafte Erkrankung. Trotzdem sind Patientinnen, die darunter leiden, oftmals der Verzweiflung nahe. Das ständige Jucken und Brennen ist ihnen unerträglich. Manche Frau fühlt sich zudem von ihrem Arzt nicht ernst genommen. Andere erfahren von ihrem Gynäkologen, es handele sich um ein psychisches Problem oder eine Störung des Immunsystems.
Etwas gegen chronischen Scheidenpilz zu unternehmen, ist also nicht leicht. Sollten die Frauen deshalb ihr Leiden einfach hinnehmen? Nein, meint die Ärztin für Naturheilkunde Rita Klowersa aus Berlin. Es lohne sich in jedem Fall, nach konkreten Ursachen zu suchen. Oft lässt sich chronischer Scheidenpilz nämlich auf palladiumhaltige Zahnfüllungen zurückführen, hat die Ärztin beobachtet. Palladium ist ein Platinmetall, das oft Goldfüllungen beigemengt ist. "Zudem vertragen einige Frauen keine Amalgamfüllungen", sagt Klowersa. Möglicherweise deute chronischer Scheidenpilz auch auf eine Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln und Umweltgiften.
Typische Substanzen, die zu Scheidenpilz führen können, sind:
- Milch
- Weizen
- Ei
- Zucker
- Soja
- Süßstoff
- Medikamente
- fluoridhaltige Zahnpasta
- Umweltgifte wie Formaldehyd, das etwa in Spanplatten, Isolierschäumen, Desinfektions- sowie Konservierungsmitteln und Kosmetika enthalten sein kann
"Unverträglichkeiten verändern das Gewebemilieu und fördern die Vermehrung bestimmter pathogener Keime wie Pilze", meint Klowersa. Ob eine Scheidenpilzinfektion tatsächlich auf eine Unverträglichkeit zurückzuführen ist, stellen Heilpraktiker und Ärzte für Naturheilkunde mithilfe der Aurikulo-Diagnostik fest. Vertreter dieses Heilverfahrens gehen davon aus, dass sämtliche Körperorgane und -regionen mit einem bestimmten Punkt am äußeren Ohr korrespondieren. Um die Quelle einer Erkrankung aufzuspüren, punktieren sie unterschiedliche Stellen am Ohr. Zugleich fühlen sie am Handgelenk den Puls.
Die Therapie kann sofort beginnen
Verändert sich der Puls, während die Nadel z.B. in dem Ohr-Abschnitt steckt, der die Zähne repräsentiert, "deutet dies auf ein Herdgeschehen in diesem Bereich", sagt Klowersa. Mit der Aurikulo-Diagnostik lasse sich zudem feststellen, welcher Zahn genau betroffen sei. Die Frage, warum ein bestimmter Zahn stört, lässt sich meistens recht schnell beantworten: Oft liegt es an der Füllung, manchmal findet sich auch eine Entzündung.
Schwieriger wird es, wenn der Arzt etwa ein Verdauungsorgan wie die Leber als Störherd ermittelt. Dann gilt es herauszufinden, ob es Nahrungsmittel oder Umweltgifte gibt, die die Leber belasten. Doch die Therapie kann beginnen, bevor diese Frage geklärt ist - etwa durch längeres und häufigeres Nadeln des Störherdpunktes am Ohr oder auch durch ein homöopathisches Medikament.














