Erwachsenwerden

Pubertät: Die zweite Seite des Frauwerdens

Eltern sind oft einseitig, wenn es ums Erwachsenwerden geht. Sprechen sie vom "Frau werden", denken sie an den Busen, die frauliche Figur, vielleicht auch an Make-up. Oder sie sprechen von der Liebe, sind neugierig, ob Du schon einen Freund hast. Vieles bleibt ungesagt. Was aber ist mit Veränderungen im Schambereich? Bedeutet der milchige Ausfluss im Slip etwas Schlimmes?

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In der Pubertät verändert sich vieles.
Getty Images

Irgendwann entdeckst Du einen weißlichen Schleim in Deinem Slip und wunderst Dich. Vielleicht bist Du sogar besorgt. Doch keine Angst! Dieser Ausfluss ist völlig normal. Er entsteht, weil Dein Körper in der Pubertät vermehrt Hormone produziert. Sie veranlassen die Drüsen in Deiner Scheide dazu, Flüssigkeit und Schleim abzugeben. Beide haben die wichtige Funktion, die Vagina sauber zu halten. Die gesamte Scheide ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet, in der nützliche Bakterien leben.

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Diese Bakterien sorgen für ein saures Klima, das eindringende Keime unschädlich macht. So werden etwa Scheidenentzündungen verhindert. Der so genannte Weißfluss ist also überhaupt nicht schlimm. Nur wenn sich der Schleim verändert, komisch riecht und Deine Scheide juckt oder brennt, solltest Du zu einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt gehen. Dann hast Du vielleicht eine Infektion.

Pubertät: Die eine entwickelt sich rasch, die andere langsam

Die meisten Mädchen entdecken den Ausfluss etwa ein Jahr vor der ersten Regelblutung. Der Schleim ist sozusagen ein Vorbote der Menstruation. In der Pubertät verändert sich der Körper jeder Frau. Bei der einen ist das schon mit acht Jahren zu sehen, bei der anderen erst mit zwölf. Kein Grund zur Sorge also, wenn du merkst, dass sich Deine Freundinnen schneller entwickeln. Jeder Körper hat seinen persönlichen inneren Rhythmus, der entscheidet, wann der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung gekommen ist.

In der Zyklusmitte nimmt der Ausfluss zu

Der milchige Schleim wird Dich von der Pubertät bis in die Wechseljahre begleiten. Bei jeder Frau ist die Menge ein wenig unterschiedlich. Sie variiert auch innerhalb des Zyklus. Vor allem um die Zeit des Eisprungs herum nimmt der Weißfluss zu. Außerdem verändert er dann seine Konsistenz, wird flüssiger, spinnbarer und klarer. Wenn Du sexuell erregt bist, produziert Dein Körper mehr Ausfluss. Aber auch Stress kann die Drüsen ankurbeln, z.B. wenn Du auf keinen Fall einen feuchten Fleck im Slip haben willst, weil Dein Freund gleich kommt. Wichtig ist auch, dass nicht alle Frauen gleich empfinden: Manchen macht selbst starker Ausfluss nichts, andere stören schon kleine Mengen extrem. Bedenklich wird es allerdings erst, wenn Du mehrmals am Tag die Unterwäsche wechseln musst. Dann solltest Du Dich trauen, das Thema mit einer Ärztin oder einem Arzt zu besprechen.

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 13. September 2017

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