Dos & Don'ts bei Scheidenpilz

Viele Frauen schämen sich, über ihre Scheidenpilzinfektion mit Ärzten oder Apothekern zu sprechen und greifen daher lieber auf Hausmittel zurück. Doch Vorsicht, diese wirken oft nicht und können die Beschwerden sogar verschlimmern oder Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen.

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Bei Scheidenpilz sollte man sich in der Apotheke oder auch vom Arzt beraten lassen.
(c) Getty Images/iStockphoto

Not macht erfinderisch! Aus Unwissenheit, aber auch aus Scham, eine Scheidenpilzinfektion beim Arzt oder Apotheker anzusprechen, versuchen Frauen häufig, sich mit zweifelhaften Hausmitteln zu behandeln. Diese bleiben oft wirkungslos – im schlimmsten Falle reizen sie die empfindliche und angegriffene Region zusätzlich und verschlimmern das Leiden somit unnötig. Hier lesen Sie die wichtigsten Regeln und Tipps für die richtige Vorbeugung, Therapie und Nachsorge bei Scheidenpilz.

Die größten Mythen rund um Scheidenpilz

Dos: Das hilft gegen Scheidenpilz

  • Während einer Pilzinfektion Waschlappen, Handtücher und Unterwäsche täglich wechseln und diese bei mindestens 60 °C mit einem Vollwaschmittel in der Waschmaschine waschen.

  • Im Schwimmbad Handtücher unterlegen und nasse Badesachen rasch wechseln. Denn Pilze lieben Feuchtigkeit und Wärme!

  • Aus diesem Grund auf Hosen und Slips aus Synthetik lieber verzichten und Baumwollwäsche bevorzugen, String-Tangas nur zu besonderen Gelegenheiten tragen.

  • Bei Beschwerden rasch auf die bewährte 3-Tage-Therapie mit einem clotrimazolhaltigen Arzneimittel (rezeptfrei in der Apotheke) zurückgreifen. Denn erst nach mindestes drei Tagen Therapie können die Symptome der Pilzinfektion wirklich abgeklungen sein.

  • Das Scheidenmilieu nach einer Scheidenpilzinfektion mit einer Milchsäurekur wieder stabilisieren. Denn eine gesunde Körperabwehr ist der beste Schutz.

  • Bei Verdacht einer Partnerinfektion den Partner gegebenenfalls mittherapieren – so wird eine gegenseitige Ansteckung, der sogenannte Ping-Pong-Effekt, vermieden.

  • Das wirksame Antipilzmittel gehört auch in jede Reiseapotheke, um die oft peinliche und langwierige Suche nach ärztlicher Hilfe in der Ferne und Experimente mit landesüblichen Medikamenten zu vermeiden.

Don'ts: Was bei Scheidenpilz schadet

  • Die Intimregion übermäßig reinigen und pflegen, und so das natürliche Milieu zerstören.

  • Die Beschwerden aus falscher Scham verschweigen und unnötig lange leiden.

  • Hausmittel wie Teebaumöl und Knoblauch in die empfindliche Intimregion einbringen. Unangenehme Reizungen und allergische Reaktionen drohen!

  • Tampons mit Joghurt einführen - denn Tampons entziehen der entzündlich veränderten Schleimhaut Feuchtigkeit und trocknen sie aus. Joghurt kann außerdem die Pilzinfektion nicht bekämpfen, da die Bakterienstämme in Joghurt andere sind, als die natürlich vorkommenden Laktobazillen.

  • Versuchen, den Pilz durch übertriebene Hygiene „wegzuwaschen“ – das beeinträchtigt das Scheidenmilieu zusätzlich.

  • Intimdeos und Scheidenspülungen einsetzen – auch das bringt das natürliche Gleichgewicht durcheinander.

Was Sie bei Scheidenpilz beachten sollten!

Autor:
Letzte Aktualisierung: 04. Juni 2015
Quellen: Nach Informationen von Dr. Kade GmbH

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