Pilznachweis

Dem Scheidenpilz-Erreger auf der Spur

Gerade bei wiederkehrenden Scheidenpilz-Infektionen oder bei untypischen Beschwerden ist ein Pilznachweis durch den Gynäkologen sinnvoll.

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Eine ärztliche Diagnose ist immer besser als die eigene. Das gilt auch für Scheidenpilz.
Getty Images/Wavebreak Media

Wer einmal die Symptome einer Scheidenpilzinfektion am eigenen Leib verspürt hat, glaubt in der Regel, sie beim nächsten Mal sofort wiederzuerkennen. Jucken, Brennen und der weißliche Ausfluss sind so typisch, dass viele Frauen ihre eigene Diagnose stellen und sich gegebenenfalls auch mit den heute zum Teil rezeptfrei in Apotheken erhältlichen Medikamenten behandeln.

Trotzdem ist ein Besuch beim Gynäkologen nicht verkehrt. Dies gilt insbesondere bei der ersten Pilzinfektion mit Candida albicans. Auch wenn die Pilze im Intimbereich immer wieder auftreten, wenn Antipilzmittel aus der Apotheke die Symptome nicht verschwinden lassen, in der Schwangerschaft sowie bei Fieber und Unterleibsschmerzen muss der Arzt aufgesucht werden.

Pilznachweis: Was macht der Arzt?

Um Pilze wie Candida albicans nachzuweisen, wird der Frauenarzt oder die Frauenärztin mit einer Art Wattestäbchen einen Abstrich aus dem hinteren Scheidengewölbe entnehmen. Bei direkter Betrachtung unter dem Mikroskop kann man dann in der Regel schon die Pilze erkennen. Findet der Arzt auf den ersten Blick keine Pilze oder gehören Sie zu den Patientinnen, bei denen der Pilz immer wieder auftritt, wird der Arzt den Abstrich vielleicht auch zur Diagnostik einschicken, damit eine Kultur des Pilzerregers angelegt wird.

Hier wird "Ihr" Pilz in verschiedene Nährlösungen eingebracht, damit man ihn beim Wachsen und Gedeihen beobachten kann. Nur so kann zum Beispiel zwischen verschiedenen Candida-Arten unterschieden und eine Scheidenentzündung durch Bakterien abgegrenzt werden. Wenn Sie immer wieder von den Pilzen geplagt werden, sollte auch nach andere Ursachen in Frage kommen, die eine Frau womöglich besonders anfällig für Scheidenpilz machen. Dies kann zum Beispiel die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sein, die der Arzt durch Blutuntersuchungen ausschließen kann.

Scheidenpilz: Was Sie beachten sollten

Autor:
Letzte Aktualisierung: 27. Oktober 2014

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