Vibratoren und Co.
Die richtige Hygiene schützt
Sexspielzeuge können das Liebesleben würzen: Studien zufolge machen Vibratoren sexuell zufriedener. Doch sollte beim Kauf auf unbedenkliche Inhaltsstoffe geachtet und Infektionen gezielt verhindert werden.
Sexspielzeug hat viele Liebhaber. In Deutschland lässt sich immerhin jedes fünfte Paar dadurch inspirieren. Besonders die 30- bis 50-Jährigen greifen gern darauf zurück: wie eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung ergab, mehr als 30 Prozent der Pärchen in dieser Altersgruppe. Besonders begehrt sind Vibratoren, die bei einem Drittel der Deutschen zum Einsatz kommen. Mit Erfolg, wie kürzlich zwei US-Studien zeigten. So ergaben Befragungen von knapp 2.000 Frauen und rund 1.000 Männern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, dass Vibratoren die sexuelle Zufriedenheit erhöhen und für die eigene Gesundheit sensibilisieren.
Dabei bewerteten Frauen, die Vibratoren nutzten, ihr Sexualleben besser als diejenigen, die auf das Hilfsmittel verzichteten. Sie empfanden beispielweise mehr Lust und erlebten intensivere Orgasmen. Auch Männer profitierten von der elektrischen Stimulation. Sie besserte z. B. den Orgasmus und die sexuelle Zufriedenheit.
Gesund sind Sexspielzeuge aus Silikon
Aber nicht jeder Vibrator ist gut für die Gesundheit: Als die Zeitschrift Ökotest im Herbst 2006 22 der erotischen Helfer untersuchte, enthielt fast die Hälfte der Vibratoren unter anderem hohe Mengen an Phthalaten. Das sind Weichmacher, die Störungen des Hormonhaushalts sowie der Leber- und Nierenfunktion auslösen und zu einer Unfruchtbarkeit beitragen können. Außerdem haben sie eine krebserregende Wirkung. Anders als in Kinderspielzeug sind Phthalate in Vibratoren nicht verboten. Dabei ist der Intimbereich sehr empfindlich und gefährliche Stoffe können über die Schleimhäute in den Körper gelangen. Daher ist es gut, Vibratoren und andere Sextoys beim Kauf genau zu prüfen. Als Faustregel gilt: Je weicher das Material, desto größer das Risiko, dass das Spielzeug gefährliche Phthalate enthält. Die Ausnahme sind Hilfsmittel aus Silikon, die sollten laut Ökotest „das Material der Wahl" sein.
Sauberkeit und Kondome schützen vor Genitalinfektionen und Krankheiten
Sauberkeit ist äußerst wichtig, damit das Sexspielzeug nicht zum Überträger unliebsamer Erreger wird. Daher empfiehlt es sich, die erotischen Helfer vor und nach dem Gebrauch mit heißem Wasser und Seife abzuwaschen. Staub und Fusseln lassen sich fernhalten, wenn die Sexspielzeuge gut verpackt in einer Plastikbox aufbewahrt werden.
Eine Desinfektion sollte nach analer Verwendung der erotischen Utensilien durchgeführt werden. Jedoch können diese die Schleimhäute reizen. Daher ist es besser, Kondome zu benutzen. Bei Dildos, die anal und vaginal benutzt werden, ist dies sehr wichtig, damit keine Darmbakterien in die Scheide gelangen. Außerdem sind Präservative der beste Schutz gegen AIDS und Hepatitis.
Kondome können auch verhindern, dass Bakterien oder Scheidenpilzerreger von einem Partner zum anderen gelangen. Wenn Scheidenpilzinfektionen bestehen und Dildos und Vibratoren ohne Kondome benutzt wurden, sollten die Sexspielzeuge sorgfältig gereinigt werden, damit keine neuen Infektionen entstehen.
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